Work in Progress – Overload

 

Work in Progress Overload – oder die Kunst, mit 1.000 gleichzeitig angefangenen Projekten zu jonglieren. Es soll sie ja geben, diese höchst strukturierten Zeitgenossen, für die es ein Leichtes ist, einfach ein Projekt nach dem nächsten konsequent durchzuziehen. Auch im Privatleben. Wohnung renovieren? Top organisiert und an einem Wochenende durchgezogen. Pullover stricken? Klar, nach einer Woche abends werkeln fertig. Anleitung für den DIY-Rucksack überarbeiten? Bäm! Tja, solange sich das alles auf Pläne und ToDo-Listen beschränkt, bin ich da auch ziemlich gut darin. Aber dann sieht es in echt doch ein bisschen anders aus. Sämtliche Organisationsfähigkeiten werden schon für die Arbeit aufgebraucht, außerdem hat Netflix eine neue Serie empfohlen und Sozialkontakte will man ja auch noch pflegen. Naja, und ein paar weitere Ausreden würden mir bestimmt auch noch einfallen.

 

Aber wer kennt es nicht: Da man von Herzen gerne irgendwelche Sachen bastelt, strickt, Anleitungen erstellt, seinen eigenen Ansprüchen in Sachen Blog gerecht werden möchte und und und, fängt man dann trotzdem ständig neue Projekte an. Macht Spaß und entspannt ja schließlich! Bis man auf einmal feststellt, dass man zwar ca. 37 angefangene Schals, Mützen und Rucksäcke in seiner Wohnung verteilt, aber noch nix davon annähernd fertig geworden ist. Konsequenz: Panik! Unfertige Projekte sind nichts für den Blog (gut, immerhin für Instagram), man gerät in Hektik, weil man sich selbst einen viel zu ambitionierten Zeitplan gesmacht hat und stricken dann unter Druck auf einmal doch nicht mehr so viel Spaß mehr macht – und überhaupt, die ganze Wohnung sieht wegen der ganzen herumliegenden Sachen aus wie ein Wühltisch auf dem Flohmarkt.

 

Einzeln abgelichtet machen sich die einzelnen Work-in-Progress-Projekte dann aber doch ganz gut. Ein paar Auszüge hier – wer Lust hat, in regelmäßigen Abständen Fortschritte sämtlicher angefangenen Projekte zu beobachten: wir sehen uns bei Instagram! :)