Die besten Bullet Journal Themes für BuJo-Einsteiger

 

Hände hoch, wer ist manchmal auch so überfordert von der ganzen Bullet Journal Inspiration, die es von allen Seiten hagelt? Als ich gerade mit meinem Bullet Journal gestartet habe, wollte ich am Liebsten immer alles auf einmal anfangen oder aber einfach direkt das olle Notizbuch in die Ecke pfeffern. Seitdem ich wirklich konsequent ein paar simple Designregeln auch für mein Bullet Journal anwende, bin ich auf einem für mich sehr guten Weg, meinen Bullet Journal Style zu finden – und auch das konsequente monatliche Setup ist eine Riesenhilfe. Kann ich allen Einsteigern also wirklich nur ans Herz legen! Selbst, wenn es am Ende nix für euch ist – auf dem Weg werdet ihr ganz bestimmt feststellen, was euch leicht fällt und was eher nicht und dann eure ganz eigene Richtung einschlagen und weiterentwickeln. So wie es beim Bullet Journaling ja auch sein soll – jedem sein eigenes, perfektes System!

 

Für mein System hat es sich auf jeden Fall mehr als bewährt, jeden Monat ein neues Theme zu starten und dann für einen Monat lang über alle Spreads hinweg durchzuziehen. Von Freunden, die ebenfalls ein Bullet Journal gestartet haben, habe ich dazu schon öfter die Frage bekommen, mit welchen Themes man denn idealerweise starten könnte. Die Frage kam gerne auch in Kombination mit "Ich kann überhaupt nicht zeichnen" oder "Bei mir sieht das nie so gut aus". Wenn ihr auch zu der Zweiflerfraktion gehört, dann sage ich euch jetzt das Gleiche wie meinen Freunden: "Das ist ja jetzt Quatsch!" Es gibt nämlich garantiert Themes, die bei jedweden Illustrations-Skills super aussehen und die wirklich schnell und einfach umzusetzen sind. Und ich verspreche euch: Wenn ein Theme nämlich Spaß macht, dann zieht man es auch den ganzen Monat lang durch und verbessert sich dadurch noch ganz nebenbei von ganz alleine. Übung macht ja schließlich den Meister! Und ganz ehrlich: Man muss ja nicht mit tropischen Pflanzen mit irrsinnigem Detailgrad beginnen. Da gibt's doch auch noch ein paar andere, Einsteiger-kompatible Themes, die auch gut aussehen und durch den Erfolgsgarant auch wirklich viel mehr Spaß machen. Also, schnappt euch euer Notizbuch, eure Bleistifte, Radiergummis und Fineliner – und los geht's mit der Top 8 Liste! 

 

1. Planeten – für dein Bullet Journal Universum


Wer Kreise malen kann, kann auch direkt mit diesem Theme loslegen. Und selbst wenn ihr den Eindruck habt, dass eure Kreise zu krakelig aussehen: Nehmt einfach eine Münze zur Hilfe! Da gibt's wirklich keine Ausreden mehr. Die folgenden Bilder zeigen, wie ihr mit dem Planeten-Theme beispielsweise eure Mood- und Habit-Tracker sowie ein Weekly Spread umsetzen könnt, und welche Design-Elemente ihr nutzen könnt, um das Theme konsequent den Monat einzusetzen.

 

 

Für den Mood Tracker habe ich einfach mit Bleistift so viele Kreise gezeichnet wie der Monat Tage hat und dann durchnummeriert, damit es hinterher nicht einfach nur schön bunt aussieht, sondern damit ich im Zweifelsfall die Tage den Stimmungen auch wieder zuordnen kann. Wenn die Kreise alle von der Größe her aufs Blatt passen (sie müssen dabei auch überhaupt nicht gleich groß sein, im Gegenteil – Abwechslung erzeugt ein stimmigeres Bild!), dann können sie nachgezeichnet und mit ein paar ganz simplen Details verziert werden:

  • Kleine Pünktchen am Rand verleihen auf einfachste Art und Weise Struktur.
  • Ein paar Planeten bekommen außerdem Ringe, um ein wenig Abwechslung zu sorgen.
  • Auch Krater kann man ganz einfach einzeichnen, indem man kleine Ovale auf die Kreise malt. Wenn ihr einer der langen Oval-Seiten noch einen zweiten Strich verpasst, sieht der Krater auch direkt ein wenig plastisch aus.
  • Linien oder Wellen sind ebenfalls ein einfaches Mittel, um die Planeten abwechslungsreich zu gestalten

Wem das Ganze zu Beginn etwas farblos erscheint: Im Laufe des Monats, wenn ihr eure Mood-Farben eintragt, wird sich das garantiert ändern. Man kann auch durch Farbverläufe (besonders gut mit Buntstiften umzusetzen) super Effekte erzielen. Beim Ausmalen einfach nicht so doll aufdrücken und dann die Farben der verschiedenen Tagesstimmungen ineinander fließen lassen!

 

Beim Weekly Spread seht ihr ein Beispiel, wie ihr das Planeten-Theme auch in andere Seiten mit einbauen könnt. Die Planetenform dient zum Beispiel als "Rahmen" für die Datumszahl, der Wochentag steht darunter. Die Planeten sind dabei mit den gleichen einfachen Stilmitteln verziert und ausgemalt worden. Und auch bei der Trennlinie kommt das Theme – wenn auch ganz dezent – zum Einsatz. Die Linie ist mit Absicht mit dem Lineal ein wenig brüchig gezeichnet und dann habe ich kleine Sternchen darauf und knapp ober- und unterhalb der Linie verteilt. Die Sternchen bestehen nur aus Strichen, sind also auch ganz einfach nachzumalen. Wichtig bei der Verteilung der Sterne auf der Linie ist nur, dass die Abstände extra ein bisschen unregelmäßig sind. Ist ja schließlich da draußen im Universum auch nicht wirklich ordentlich :)

 

2. Getränkekartons


Whaaaat, sowas kompliziertes? Nein, nein. Nicht kompliziert. Du kannst Rechtecke malen? Du kannst Dreiecke malen? Bidde. Mehr brauchst du nicht. Im Prinzip ist jeder Getränkekarton Step by Step wie folgt nachzumalen – probiert es einfach mal aus und variiert dann nach und nach die Breite der Seiten, sodass ein Karton zum Beispiel eher würfelartig (wie so ein halber Liter, z. B. über 4x4 Punkte im Raster) aussieht und ein anderer sehr hoch und schlank (z. B. über 3x6 Punkte im Raster). Wenn man ein bisschen mit den Seitenlängen spielt, kann man eine ganze Menge Variation reinbringen – muss man aber auch nicht. Meine Getränkekartons waren alle recht ähnlich und ich habe sie nur unterschiedlich dekoriert…

 

 

Die Kartons können dann natürlich nach Belieben verziert und über den gesamten Monat hinweg eingesetzt werden. Mir persönlich hat das Getränketüten-Theme super viel Spaß gemacht. Hier könnt ihr noch einmal das Setup für den gesamten Monat ansehen, und hier folgen noch mal beispielhaft ein Weekly Spread sowie der Habit und Time Tracker.

 

3. Frühstück!


Das perfekte Bullet Journal Theme für alle Breakfast-Lover! Mit ganz wenigen einfachen Strichen malt ihr Spiegeleier, Waffeln und Kaffee! Eigentlich ist es nur eine Aneinanderreihung von geometrischen Formen. Und welche das sind und wie ihr sie miteinander zu einem runden Theme formen könnt, seht ihr hier. 

 

4. Diamantenfieber


 

Ja, es gibt diese unglaublich detaillierten und realistisch aussehenden Zeichnungen von Diamanten, die wir alle von Pinterest und Instagram kennen. Aber die müssen es ja nicht sein zu Beginn. Mit ein paar Dreiecken, Rechtecken und ein paar kleinen Strichen dazwischen geht es nämlich auch. Bisschen Farbe drauf, ein paar shiny shiny Striche drumherum und feddich ist das Theme! Auf dem Step-by-Step Bild seht ihr, wie ihr mit ein paar geometrischen Formen vier verschiedene einfache Diamantenformen zeichnen könnt. Diese eignen sich dann natürlich ganz hervorragend für Mood Tracker, Cover Pages und einfach zwischendurch zum Dekorieren eurer Weekly oder Daily Spreads!

 

Außerdem ein kleiner Tipp zum Colorieren von Diamanten: Nicht alle "Einzelteile" eines Diamanten in einer Farbnuance ausmalen. Gerade, wenn ihr Buntstifte benutzt, könnt ihr zum Beispiel unterschiedlich doll aufdrücken und dadurch bei den Diamanten tolle Farbspiele erzeugen. Probiert doch mal aus, abwechselnd hellere oder dunklere Schattierungen zu malen oder den inneren Bereich des Diamanten etwas heller als die äußeren Bereiche? Ihr werdet sehen, mit ein bisschen ausprobieren kommen dabei tolle Effekte zustande!

 

5. Memphis Design


Dreiecke, Zickzack-Linien, Rechtecke oder Quadrate – zusammen mit knallbunten Farbelementen und schrillen Kombinationen. So kennen und lieben wir das Memphis Design und alles, was noch bis heute davon inspiriert wird. Und so in etwa könnte das Ganze als Bullet Journal Theme aussehen…

 

6. Minimalismus


Minimalistische Bullet Journal Themes haben vor allem einen Vorteil für alle, die behaupten, nicht zeichnen zu können: Man muss nicht zeichnen, wenn man nicht will. Denn wie das Motto ja schon verrät, kommen minimalistische Themes mit besonders wenig aus. Dafür darf man hier Mut zum Weißraum beweisen und wenig Inhalt dadurch größer wirken lassen – und besonders wichtig bei diesen Themes: Klare Linien, Rahmen, und ein konsistenter Aufbau schaffen Ruhe und lassen euren Minimalismus richtig groß rauskommen. 

 

Ich muss gestehen: Ich liiiieeebe es, mir Minimal-Spreads anzugucken, aber Minimalismus selbst durchzuziehen, fällt mir persönlich total schwer. Daher möchte ich euch für Minimalismus-Bujo-Ideen auch einfach eine Linkliste an die Hand geben. Dann könnt ihr euch Inspiration von den Profis direkt holen:

  • Stina von Super Massive Black Ink ist die Bullet Journal Queen des Minimalismus für mich. Hier gibt es zwar auch viele wunderschöne Illustrationen zu sehen, aber auch sehr viele Bullet Journal Spreads, die völlig ohne Schnörkel und Illustration auskommen und die einfach nur durch klare Linien wirken (und überzeugen!)
  • Jenny von It's Just Bujo stellt auf ihrem Instagram Account zahlreiche minimalistische Bullet Journal Designs vor
  • Und Gigi a.k.a. The Organised Hustler zeigt ebenfalls auf Instagram, wie man mit einfachen Dingen und Stilmitteln mehr Produktivität in seine Organizer bekommt

Viel Spaß beim Durchstöbern!

 

7. Wolken


Wolken haben einen extremen Vorteil, wenn man von sich selbst behauptet nicht zeichnen zu können: Sie sehen auf soooo viele verschiedene Arten gezeichnet gut aus. Und dabei dürfen sie auch schief und krumm, realistisch oder Kinder-Comic-mäßig oder wer weiß wie aussehen. Ein weiterer Vorteil: Hat man sich erstmal für (s)eine Art Wolken zu zeichnen entschieden, geht es meistens auch einigermaßen schnell und spätestens ab der dritten Wolke muss man auch gar nicht mehr großartig nachdenken. Ab dann lassen sich die Illustrationen prima in jede Art von Bullet Journal Seite einbauen. Zum Beispiel so:

 

8. geometrische Berglandschaften


Noch mehr Dreiecke zeichnen, hurra! Die Vorstellung, eine Berglandschaft zu zeichnen, mag vielleicht etwas einschüchternd sein oder aber nur was für eingefleischte Bob Ross Fans. Oder ab sofort auch für euch, wenn ihr nämlich beschließt, statt malerisch-realistischen Bergen einfach coole, geometrische Berge zu zeichnen! Denn wie schon gesagt, wer Dreiecke malen kann, für den ist auch dieses Theme eine tolle Idee mit vielen Möglichkeiten! Folgender Mood Tracker zeigt, wie solche Berge aussehen könnten – und für die restlichen Spreads habt ihr nach der Lektüre dieses Blog-Artikels bestimmt auch schon eine ganze Menge weiterer Ideen, oder? 

 

und, war euer Einsteiger-Theme fürs Bullet Journal dabei?

 

Wenn ja, wünsche ich euch frohes Journaling und wenn euch noch Themes fehlen oder ihr euch bestimmte weitere Themen hier im Blog wünscht, lasst es mich einfach wissen! Ich freu mich auf euren Input und eure Vorschläge! 

 

Bis zum nächsten Mal! :)

 


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