So nutzt du dein Bullet Journal als Reisetagebuch

 

Gerade durfte ich zwei Wochen auf Bali und Lombok genießen – und ich muss gestehen, ich habe mich schwer in die indonesischen Inseln verliebt. Traumhaftes Wetter, die freundlichsten und herzlichsten Menschen, fantastisches Essen und wunderschöne Strände. Absolut eine Reise wert!

Leider kann man auch, und das will ich auch gar nicht unter den Tisch fallen lassen, bevor ich zum eigentlichen Thema des Artikels zurückkomme, die Augen auch hier nicht vor ziemlich viel Plastikmüll und den unzähligen Straßenhunden, die ich am liebsten alle mit nach Hause genommen hätte, verschließen. Wer während seines Urlaubs ein paar Karmapunkte sammeln möchte, kann also getrost eine Mülltüte mit zum Strand nehmen und zumindest einen winzigen Beitrag leisten. Mir ist klar, dass das nicht die Lösung des Plastikmüllproblems ist, aber wenn ich schon neben zwei leeren Flaschen am Strand liege, dann kann ich sie ja hinterher auch mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen. Bei den Hunden wird es schon schwieriger, die kann man nämlich nicht einfach einpacken und mitnehmen. Wer mag, kann sich trotzdem bei Organisationen vor Ort schlau machen, wie man helfen kann oder sie durch eine kleine Spende unterstützen. Eine dieser Organisationen ist zum BAWA (Bali Animal Welfare Association), auf die ich über Instagram aufmerksam geworden bin.

 

diy Reise-Journal, here we go

 

Nun aber zurück zum Reisetagebuch und den wundervollen Eindrücken von Bali und Lombok. Die Inseln sind beide unglaublich farbenprächtig, was sich auch in meinem Reisetagebuch niederschlägt. Bali erschien mir lauter und aufgeregter im Vergleich zur ruhigeren Nachbarinsel Lombok. Beide herzlich, aufgeschlossen und warmherzig. Klar, dass unsere zwei Wochen wie im Flug vorbei waren –– und nun habe ich gerade meine Notizen und Skizzen in ein fertiges Reisetagebuch verwandelt. Falls sich das nämlich jemand gefragt haben sollte: Nein, die Bilder sind nicht unterwegs entstanden, dazu war ich während des Urlaubs viel zu faul. Hinterher ist es dafür nun die reinste Freude, meine Notizen, Erinnerungen und Fotos in den Reisebericht zu verwandeln. Ich weiß jetzt schon, dass ich mich noch oft darüber freuen werde, durch dieses Bullet Journal zu blättern. Ein bisschen wie ein Fotoalbum, das man immer dabei hat…

 

Ich hoffe, dass ich mit meinen Reisejournal Ideen vielleicht den einen oder anderen ein bisschen inspirieren kann. Oder vielleicht habt ihr ja noch weitere Ideen? Nutzt ihr euer Bullet Journal auch schon als Reisetagebuch? Ich freu mich auf euren Input!

 

 

1. titelseite gestalten


Für den Anfang halte ich mir eine Doppelseite frei. Hier kann ich auf der einen Seite die (ungefähren) Umrisse meiner beiden Reiseinseln aufmalen, auf der anderen noch Reisezeitraum plus Titel sowie eine weitere kleine Zeichnung. In dem Fall: ein Roller – schließlich sind beide Inseln voll davon und solche Roller waren auch für uns ein 1A Fortbewegungsmittel ;)

 

2. Reiseberichte gestalten: Doppelseiten-Layout


Das A und O meines gesamten Reisetagebuchs: Notizen mit Bleistift machen. Denn wie ich schon am Anfang geschrieben habe: Das Journal während der Reise so zu gestalten, dafür war ich viel zu faul (war ja auch Urlaub). Vergessen wollte ich aber trotzdem nichts. Also habe ich mich am Ende eines Tages kurz hingesetzt und ein paar Stichworte und Highlights auf die Seite in meinem Bullet Journal geschrieben, die ich später ausgestalten wollte. Als kleine Blocker sozusagen. Dabei habe ich dann immer direkt mitentschieden, wie viel Platz ich für diesen Tag im BuJo nutzen wollte und mir dadurch nicht aus Versehen später den Platz verbaut.

 

Für die einzelnen Seiten des Reiseberichts habe ich entweder eine ganze Doppelseite oder eine einzelne Seite genutzt. Bei den Doppelseiten, von denen ihr auf den folgenden Bildern ein paar sehen könnt, habe ich jeweils eine Seite mit Text und eine Seite mit kleinen Illustrationen gestaltet. Auch wenn ich normalerweise gerne schlicht halte: Für den Bali- und Lombok-Bericht fand ich es passender, ordentlich in die Farbkiste zu greifen. Wenn schon das Land so bunt ist, dann finde ich, darf das Reisetagebuch auch dazu passen. Die Bilder habe ich über den gesamten Reisebericht in einer Art Polaroid-Stil gehalten, und zwischen die Polaroids noch die eine oder andere kleine Illustration oder kurze Beschreibungstexte gemalt. 

 

3. Reisebericht gestalten: Einzelseiten


Da es ja gar nicht immer so viel Text sein muss, tauchen natürlich auch ein paar Seiten auf, bei denen ich pro Tag lediglich eine Seite verwendet habe. Die meisten auch im Polaroid-Stil mit kurzen Beschreibungen dazu. Und eine Variante, die mir auch viel Spaß gemacht hat: "Wenn ich extrem viel auf Instagram posten würde, welche Bilder wären das am heutigen Tag gewesen?" – das war zum Beispiel das Motto der folgenden Reisetagebuchseite, bei der ich neun quadratische Kästchen (à la Instagram) mit kleinen Illustrationen gefüllt habe. 

 

4. reiserouten im travel journal festhalten


Egal, ob man im Urlaub Ausflüge von einem Ort aus macht oder ob man zwischendurch die Location wechselt. Eine schöne Idee zur Gestaltung von Reisetagebüchern sind Reiserouten! Da wir in unserem Urlaub nicht nur mehrere Stationen in Bali hatten, sondern auch von Bali nach Lombok geflogen sind, tauchen ein paar davon auch in meinem Reisetagebuch auf. Hier seht ihr die Doppelseite, die ich für den Reisetag von Bali nach Lombok gemalt habe. Recht minimalistisch und alles andere als geografisch korrekt, aber mir gefällt's trotzdem ;) 

 

Die Fahrtrouten und Inselumrisse habe ich dafür ganz grob nach Google Maps-Vorlage abgezeichnet. 

 

 

Soweit erstmal von meiner Seite und meinem Bali und Lombok Reisebericht. Bei der Gestaltung der Seiten sind natürlich wie immer der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Egal, ob man die "Polaroids" durcheinander anordnet, oder ob man vielleicht mit Spalten arbeitet (z. B. drei Polaroids oben nebeneinander, darunter in Spalten die dazugehörigen Texte), ob man viel weniger oder viel mehr Farbe nutzt – alles ist möglich und alles ist großartig! Also, falls ihr noch Ideen, Tipps oder Anregungen habt – immer her damit! 

 

Und natürlich: Viel Spaß beim Gestalten eures ganz persönlichen Travel Journals!

 


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